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Fünf Tipps für eine erfolgreiche (vegane) Dukandiät!

Ganz oft werde ich gefragt, wie man die Dukandiät als Veganer möglichst effizient und gleichzeitig genussvoll beginnt, durchführt und sein Zielgewicht anschließend auch erfolgreich hält.
Nachfolgend habe ich also fünf wichtige Punkte zusammengestellt, die aus meiner Sicht essentiell sind, um als vegan lebender Mensch erfolgreich mit der Dukandiät abzunehmen. Natürlich könnte man diese Liste noch um zahlreiche Punkte ergänzen – aber damit seid ihr schonmal bestens gerüstet, um den Start gut zu meistern.

1. Leidensdruck vorhanden?

Jeder Wunsch nach einer Veränderung rührt daher, dass man mit dem aktuellen Status unzufrieden ist. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so sein.. Damit will ich sagen: Ohne „Not“ kein Antrieb, etwas zu verändern. Das kann ein richtig fieses Urlaubsfoto sein (wie in meinem Fall), ein schnippischer Kommentar eines geliebten Menschen (und vor allem die eigene emotionale Reaktion darauf!) oder einfach die Erkenntnis, dass die Person, die einem morgens im Spiegel entgegenblickt nur noch grob etwas mit der Person zu tun hat, die man gerne wäre. Und das sind nur einige wenige Möglichkeiten..

Was für euch der entscheidende Motiviationsgrund ist, das Vorhaben „Endlich normalgewichtig!“ letztendlich umzusetzen, ist im Grunde egal. Die Hauptsache ist, dass der Leidensdruck hoch genug ist – also dass ihr mit der Situation nicht nur „ein bisschen unzufrieden“ seid, sondern wirklich, WIRKLICH etwas ändern wollt.
Das kann einem übrigens niemand abnehmen – ein aus meiner Sicht sehr wichtiger Punkt! Wenn man es nicht tief in seinem Inneren wirklich will, ist jeder Vorsatz, eine Diät zu beginnen, von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

2. Gesundheit in Ordnung?

Jede Diät – egal, für welche Diätform man sich entscheidet – ist ein einschneidendes Erlebnis für den Körper. Ob es eine „sanfte“ Methode oder eine recht radikale Form ist, spielt aber aus meiner Sicht eine untergeordnete Rolle. Gewichtsreduktion verlangt dem Körper IMMER viel ab und finde ich es wichtig, dass man zu Beginn einer Diät gesund ist.
Was genau heißt gesund?
Viele Menschen leiden unter chronischen Erkrankungen und würde man streng nach diesem Punkt handeln, dürften diese Menschen keine Diät machen. Allerdings ist es natürlich so, dass sich Übergewicht bekanntermaßen nicht gerade positiv auf die Gesundheit auswirkt.. soll also heißen: Es ist und bleibt immer eine individuelle Sache und Pauschalisierungen finde ich persönlich (!) nicht nur unverantwortlich, sondern auch schlichtweg sinnlos. Denn nicht jede Diät ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet und deshalb empfehle ich euch, euch vor dem Beginn einer Diät IMMER ärztlich „durchchecken“ zu lassen. Ob euer Arzt eure geplante Diät grundsätzlich für gut befindet, sei dahingestellt.. wichtig ist aus meiner Sicht, dass eure Organe einwandfrei funktionieren. Bei mir lief es so ab, dass mein Arzt mir geraten hat, „einfach ein bisschen mehr Sport zu machen“ – aber „eigentlich müsste ich ja gar nichts abnehmen, ich wäre ja schlank“. Allerdings war mir das de-fi-nitiv zu schwammig und ich wollte wirklich, richtig und vor allem langfristig abnehmen. Also habe ich mich informiert und bin durch eine positive Erfahrung zur Dukandiät gekommen.

3. Informationen sammeln!

Als ich begonnen habe, mich über die Dukandiät zu informieren, war ich ehrlich gesagt ziemlich gefrustet, da in Verbindung mit veganer Lebensweise kaum Informationen vorhanden waren – so entstand im Übrigen auch die Idee zum Blog 😉
Eine gute Basis für jede Diät ist aber aus meiner Sicht eine intensive Auseinandersetzung mit der geplanten Methode. Wie funktioniert sie, was ist wichtig, was muss man beachten,..? Ich habe mir also meine Informationen „zusammengeschustert“ – soll heißen: Hier etwas, da etwas, und daraus habe ich mir dann meinen Plan für „Dukan und vegan – das Experiment ab 15.01.14“ gebastelt.
Wie schon oft erwähnt, hat mir das Victu-Forum diesbezüglich sehr geholfen!
Ihr habt es da schon etwas leichter, da ihr meine Erfahrungen nachlesen könnt – die Guten wie die Schlechten, versteht sich!

4. Planung ist alles!

Habt ihr euch entschieden, etwas gegen die überflüssigen Pfunde zu tun, hat euch euer Arzt das OK dazu gegeben und habt ihr euch eingehend informiert? Dann folgt die genaue Planung.
Mir war es eine große Hilfe, mir mein Zielgewicht auf der offiziellen deutschen Dukanseite kostenlos berechnen zu lassen.
Dieser Rechner spuckt dann einen genauen Überblick über die einzelnen Phasen aus – inklusive genauer Daten! Mir hat der Rechner beispielweise errechnet, dass – wenn ich am 15.01.14 starte – ich fünf Tage Angriffsphase einplanen muss, anschließend mich durch 105 Tage Aufbauphase kämpfen soll und am 06.05.14 mein Zielgewicht von 60,0kg erreichen kann.
Außerdem soll ich 150 Tage lang in der Stabilisierungsphase bleiben, um mein Gewicht dauerhaft zu halten.
Ihr seht also: Man bekommt einen genauen „Fahrplan“ in die Hand – für mich persönlich absolut goldwert!

Außerdem gehört zur genauen Planung auch noch das Bereithalten dukantauglicher Lebensmittel. Ich habe relativ spontan begonnen und hatte deshalb an Tag Eins nur sehr wenige dukantaugliche Produkte im Haus. Das würde ich euch definitiv nicht empfehlen! Denn die Angriffsphase ist ohne Zweifel eine Phase, in der viele Entbehrungen von einem verlangt werden (als Veganer nochmal deutlich mehr als für Fleischesser!) und man sollte perfekt vorbereitet sein, um nicht gleich zu Beginn in eine Diätfalle zu tappen.

Soll heißen: Am Besten, mal deckt sich mit reichlich Sojajoghurt (ohne Zucker), Trockensoja, Seitan, Sojabohnen etc. ein. Außerdem Süße, z.B. in Form von Stevia etc. So schafft man die Angriffsphase ohne größere Pannen und kann dann ohne Sünden in die zweite Phase, die Aufbauphase, starten.
Es empfiehlt sich, sich schon vorher Gedanken zu machen, wie man die Aufbauphase gliedern möchte. Ich habe jeden Tag von PP-Tag zu PG-Tag gewechselt – manche machen auch fünf Tage PP, fünf Tage PG und so weiter.. das hängt sicherlich von den eigenen Vorlieben ab.
Egal, für welche Variante man sich entscheidet: Clever planen ist die Devise! Also clever einkaufen, clever kochen. Wie bei jeder dauerhaften Ernährungsumstellung steht man auch bei der Dukandiät viel in der Küche – allerdings finde ich, dass das genau der Schlüssel dazu ist, sein Gewicht dauerthaft zu halten. Denn oftmals ist es ja das auf die Schnelle heruntergeschlungene Junkfood, dass uns die überflüssigen Pfunde beschert hat – selbst als Veganer gibt es davon ja mittlerweile reichlich.

5. Durchhalten – aber richtig!

Der wichtigste Punkt – wie bei jeder anderen Diät auch – ist auch bei einer veganen Dukandiät das Durchhaltevermögen. Jeden Tag aufs Neue lauern nämlich zahlreiche Herausforderungen.. das beginnt bei einem Geschäftsessen, bei dem man nicht negativ auffallen will, geht weiter bei einer Einladung zum Geburtstag (an das Veganertum haben sich eure Freunde und Familie langsam gewöhnt, okay, aber DUKANVEGAN? Gehts noch?) und endet noch lange nicht beim Gang durch den Supermarkt, wo euch zahlreiche Möglichkeiten zu Sündigen förmlich ANSPRINGEN.

Wie hält man also durch? Mir hat enorm geholfen, immer dukantaugliche Leckereien bereit zu halten. Seien es meine Dukanpralinen, ein Chiapudding, meine Dukancookies oder ein Seidentofuschokopudding – JEDEN Mittag habe ich einen Nachtisch gegessen 🙂 Und auch jeden Abend habe ich mir meinen Sojajoghurt, mit etwas Stevia gesüßt, schmecken lassen. Das hat viele Vorteile: Zum Einen kommt man gar nicht in sog. „Heißhungersituationen“, weil man konstant süße Leckerein zu sich nimmt. Zum Anderen – zumindest war es bei mir so – ist es auch eine Art „Belohnung“ für einen selbst, dass man super durchhält. Doppelt gut also!

Hier kann ich nur sagen: Seid kreativ, belohnt euch (dukantauglich)! Und zwar regelmäßig! Der Eine ist vielleicht schon glücklich, wenn er etwas Caramel-Light-Sirup in seinen Kaffee kippen kann, der andere motzt seinen Joghurt mit etwas Kakaopulver auf, der Dritte.. ihr versteht, worauf ich hinaus will: Macht die Dukandiät zu einer schönen Zeit! Verknüpft sie mit vielen kulinarischen Leckereien, traut euch, zu experimentieren – viele dukantaugliche Rezepte kann man veganisieren, viele vegane Rezepte kann man dukanisieren. Einen Versuch ist es allemal wert!

Und jetzt viel Spaß beim Start in ein leichteres Leben – falls ihr noch Fragen habt, bitte immer her damit! Ich freue mich über Feedback jeglicher Art, über eure besten Rezepte, Kritik, Lob, Anregungen oder einfach ein paar nette Worte.

Nun noch ein paar Worte zum aktuellen Stand:

Gestern Morgen hat mir meine Waage einen kleinen Denkzettel verpasst – 60,0kg! Am Montag hatte ich bekanntermaßen morgens ein Stück Kuchen (=KH-Tag) und am Dienstag war dann ganz ungeplant statt PG-Tag Kartoffeltag. Seit Ewigkeiten hat sich also die Fünf verabschiedet.. allerdings habe ich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auch sehr schlecht geschlafen und einen Liter Mineralwasser vernichtet.
Heute Morgen war dann alles wieder in bester Ordnung – 59,0kg zeigte mein Messinstrument an, optimal! Heute ist Donnerstag, also mein Eiweißtag (PP-Tag). Deshalb bin ich frohen Mutes, dass auch morgen früh meine Waage wieder lieb zu mir ist 🙂

Das kommende Pfingstwochende werde ich in Zürich verbringen – war noch nie dort und bin gespannt auf die Stadt.
Ich blöde Kuh hätte allerdings auch einfach mal frühzeitig planen können.. dann hätte ich nämlich morgen einen KH-Tag und sowohl am Samstag als auch am Sonntag je einen Schlemmertag machen können. Weil ich aber unbedingt am Montag morgen das Stück Kuchen essen musste.. nunja.
Macht aber nix! Morgen ist dann also PG-Tag, und ich habe ja die Möglichkeit, mir was mitzunehmen. Ich werde also morgen früh ganz normal Glutenbrot frühstücken, mir für unterwegs Edamame und einen Chiapudding mitnehmen und abends dann einen Salat essen; da sind wir nämlich in einem „Fleischtempel“ zum Essen und da wird es für mich sowieso nichts anderes geben, fürchte ich. Außerdem nehme ich mir nen Sojajoghurt und Eiweiß-Pulver für abends mit.

Am Samstagabend werden wir vorraussichtlich ein veganes Restaurant besuchen. Bin gespannt! Tagsüber werde ich nochmal Chiapudding und Edamame essen (die halten sich glücklichweise im Kühlschrank einen Tag, perfekt!). Am Sonntag lasse ich es dann einfach mal auf mich zukommen, aber da an diesem Tag ja sowieso Schlemmermahlzeit-Tag ist, werde ich schon was finden.
Am Montag fahren wir dann zurück, da entscheide ich einfach spontan, ob ich einen KH- oder SM-Tag mache, je nachdem, was es für mich zu Beißen gibt 🙂

Habt also einen schönen Donnerstag – ich werde mich jetzt raus ins Grüne begeben, mein täglicher Spaziergang wartet!

2014-05-18 14.34.16

 
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Verfasst von - 5. Juni 2014 in Allgemein, Gedanken

 

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Annäherungsversuche..

So liebe Leute, Dukan und ich werden Freunde! 😀

Ich habe ein unglaublich leckeres Schoko“pudding“rezept gefunden, das vegan, (in meinen Augen) dukantauglich und soooooo lecker ist, dass ich vor Freude Luftsprünge machen könnte! Hier könnt ihr es nachlesen: Tofu Chocolate Mousse
Und es wird auch noch in unter fünf Minuten zubereitet. Perfekt!

Ich habe stark entöltes Kakoopulver genommen, als Flüssigkeit 1EL Nespresso Arpeggio verwendet, als Süße einige Spritzer Flüssigstevia und fertig ist der total schokoladige lowcarb-Pudding. Kann ich wirklich sehr empfehlen und ergibt genau eine Portion.
Habe es dann noch fürs Auge in eine schicke Espressotasse inkl. Untertasse gefüllt und so sogar meiner „Schwiegermutter“ serviert – wurde „genehmigt“ 😀

Hier also das Rezept (englisch):

Chocolate Mousse for One a.k.a. Tofupudding
  • 110 grams silken-firm tofu (such as Mori-Nu; about 1/3 of the package)
  • 1/8 tsp vanilla extract
  • 1 tablespoon dark cocoa powder (dutch-processed cocoa or Hershey’s special dark)
  • tiny dash salt
  • up to 2 tsp liquid (such as water or non-dairy milk)
  • sweetener, to taste (sugar, stevia, agave, etc)
  • optional: almond or mint extract, instant coffee or espresso, peanut butter, flakes of coconut, or another fun flavoring– be creative!

Blend in the Magic Bullet or food processor. Then eat like there’s no tomorrow!

 
Und für euch hier die leicht abgewandelte deutsche Übersetzung (doppelte Portion):
Seidentofupudding
– 200g Seidentofu
– Spritzer Vanilleextrakt oder gemahlene Vanille
– 1EL entöltes Kakaopulver
– Prise Salz
– 1EL Sojamilch oder andere Flüssigkeit (kann auch weggelassen werden)
– Süße (z.B. Stevia)
– Optional: Zuckerfreie Sirups etc.
Alles gut mit einem Pürierstab pürieren und kalt stellen.
2014-02-05 21.14.01

Gestern Abend hatte ich „Rahm“wirsing (angebraten mit 1TL Olivenöl und 1/2 Zwiebel und mit nem Schuss Sojamilch abgelöscht) mit Räuchertofustückchen, das war auch sehr lecker. Ich denke, dass man sich – wie an alles – einfach gewöhnen muss. Jedenfalls bin ich heute nicht mehr gefrustet und bin froh, dass ich mit Dukan angefangen habe 🙂
 
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Verfasst von - 25. Januar 2014 in Allgemein, Rezepte

 

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