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Der Preis der Freiheit

Die Zeit rast!

Denn seit dem 12.05. befinde ich mich nun in Phase 3.2 meiner Dukandiät. Was bedeutet das genau? Auf vielfache Empfehlung hin habe ich die dritte Phase (P3) in zwei Teile geteilt. Da P3 bei mir vom 22.03. – 08.07.14 dauert, habe ich die Phase P.3.1 bis zum 12.05. durchgeführt, also dieses Datum als P3.2-Startdatum gewählt.
Nochmals zur Erinnerung: In P3.1. war jeder Tag bis auf einen PP-Tag (Eiweißtag) pro Woche ein PG-Tag (Eiweiß + Gemüse). Zusätzlich war täglich eine Portion Obst und 1x pro Woche eine stärkehaltige Mahlzeit erlaubt (ich habe mich – natürlich – für Kartoffeln entschieden :D); 1x pro Woche durfte eine Mahlzeit lang geschlemmt werden, also alles was das Herz begehrt inkl. Vor- und Nachspeise! In meinem Fall waren die Objekte der Begierde – treue Leser ahnen es bereits – in erster Linie Sushi, Dampfnudeln, Burger, Donauwellen und einiges mehr 😀
In P3.2 ändert sich an o.g. Plan fast nichts – außer der Tatsache, dass der Genuss verdoppelt wird! Soll heißen: 2x pro Woche Kartoffeln und 2x pro Woche schlemmen – bleiben zwei normale PG-Tage und der Proteiendonnerstag.

Ansich klingt das erstmal nach einem Grund zur Freude – ist es natürlich eigentlich auch. Aber ich sage es euch ganz ehrlich: Ich hatte am Anfang wirklich kein gutes Gefühl dabei. Kein gutes Gefühl?, fragt ihr euch jetzt bestimmt. P3.2 bedeutet doch viel weniger Einschränkungen? Ich will euch erklären warum.
Die Dukandiät fußt ja in erster Linie darauf, dass strikt vorgegeben ist, wie man sich zu verhalten hat. Das mag manchen Menschen direkt abschrecken; mir hat es in den ersten Wochen ENORM geholfen. Man bekommt quasi einen Plan in die Hand und Herr Doktor verspricht Erfolge, wenn man sich daran hält. Für mich war das wirklich perfekt! Natürlich gab es Tage, die ich als sehr einschränkend empfunden habe; ich würde definitiv lügen, würde ich das bestreiten. Aber im Großen und Ganzen war – im Nachhinein betrachtet – die Dukandiät in P1 und P2 absolut perfekt für mich. Durch die klaren Regeln kam ich gar nicht in Versuchung, da ich ein Mensch bin, dem Totalverzicht viel leichter fällt als Genuß im richtigen Maß.

In P3 kamen dann viele Freiheiten dazu – mit denen ich erst einmal umzugehen lernen musste. Alte Gewohnheiten (Kartoffelmenge..) wollten aufgebrochen und durch neue, bessere ersetzt werden. Am Anfang hatte ich wirklich Angst, wieder zuzunehmen; wenn alles umsonst gewesen wäre.. ohje, nicht auszudenken. Die Angst vor P3.1 war im Nachhinein natürlich unbegründet, denn auch hier gilt: Wenn man sich an die Spielregeln hält, darf man sich auch weiterhin an seinem neuen Ich erfreuen 🙂 Ich habe wie ihr wisst in P3.1 sogar nochmals 3kg verloren und bin somit beim Ziel von 60kg angelangt – also wirklich kein Grund, dem Frieden nicht zu trauen.

Trotzdem ging es mir am Sonntag Abend, dem Tag vor P3.2-Start, ähnlich wie damals kurz vor P3.1 – mir war ehrlich gesagt ziemlich mulmig zu mute. Ich habe mir erneut die Fragen gestellt: Werde ich mit den neuen Freiheiten umzugehen wissen? Wie verhalte ich mich, wenn die Waage in die falsche Richtung marschiert? Mit 60,1kg bin ich also mitten rein gesprungen in das Abenteuer „Dritte Phase, zweiter Teil“ und habe den Montag erstmal – safety first! – zu einem PG-Tag erklärt.

Einige von euch wünschen sich, dass ich etwas genauer aufschreibe, was ich so esse – bitteschön: Am Starttag gab es Frühstück wie immer, zum Mittag nochmal wie am Sonntag Thunfischpasta und abends waren wir beim lokalen Asiamann. Am Dienstag kam also, was kommen musste – 60,8kg! Ich weiß, dass ich durch salziges Essen Wasser einlagere und war dementsprechend darauf vorbereitet.. trotzdem doof. Habe mich davon aber zum Glück nicht allzu sehr beunruhigen lassen. Am Dienstag gab es dann zum Mittag Spargel-Radieschen-Salat und als Schlemmerkomponente habe ich mir eine Avocado reingeschnibbelt. Leider habe ich kein Bild gemacht, aber es war wirklich SEHR lecker. Das Abendessen fiel deshalb dann auch eher sparsam aus – Joghurt und Smoothie. Gestern morgen war wieder alles im Lot – 60,2kg zeigte mir mein Messinstrument. Den Mittwoch als Kartoffeltag habe ich in P.3.2 beibehalten – deshalb gab es gestern Mittag Shirataki mit Pilzen und abends dann Kartoffeln mit Radieschensalat. Lecker wie immer – natürlich 😀
Heute Morgen hat mich dann total überraschend mal wieder die fünf besucht – 59,7kg um genau zu sein. Habe nach einem Kartoffeltag mit diesem Ergebnis absolut nicht gerechnet – umso mehr habe ich mich allerdings darüber gefreut.
Ebenfalls gleich geblieben ist der Donnerstag als PP-Tag. Ganz standardmäßig durften heute also mal wieder Edamame mit zur Arbeit, außerdem Schoko-Chiapudding und zwei Pralinen. Wirklich gut! Als PP-Tag-Ausklang gibt es heute ebenfalls traditionsgemäßig Sojageschnetzeltes mit Shirataki und als Nachtisch einen Joghurt mit Xucker-Schokodrops.

Ihr seht also: Ich schlage mich bisher recht tapfer. Aber so ganz wohl ist mir immer noch nicht; zu groß ist die Angst meinen „Schatz“ , also mein Traumgewicht, wieder zu verlieren. Natürlich ist es toll, dass ich jetzt deutlich flexibler bin. Ich muss allerdings auch um einiges mehr aufpassen, dass ich nicht vom Weg abkomme. Aber das ist er eben – der Preis der Freiheit.

Zum Schluss noch eine wirklich schöne Sache: Auf unserem Klinikgelände wird aktuell gebaut.. als ich also heute ohne groß darüber nachzudenken um 12:40 zu meinem 20-minütigen Mittagspausenspaziergang aufgebrochen bin, hätte ich nicht erwartet, dass ich durch diese Umstände heute einen wirklich hübschen Ort entdecken würde.
Ihr kennt das bestimmt: Routinehandlungen. Man spult sie ab, Tag für Tag. Anziehen, Zähne putzen, zur Arbeit fahren. Meinen Spaziergang habe ich ebenfalls schon so verinnerlicht, dass ich ihn als Routine bezeichnen würde. Ich bin also losmarschiert und plötzlich fast gegen ein „BAUSTELLE! BETRETEN VERBOTEN“-Schild geknallt. Im ersten Moment war ich total perplex.. und in leichter Panik: Hilfe, wo laufe ich jetzt lang? Kurzerhand bin ich umgedreht und wollte ein kurzes Stück durch den nahegelegenen Wald laufen, in der Hoffnung, nach einigen Metern wieder auf meinen angestammten Weg zu gelangen.
Es ist wie so oft mit Routinehandlungen: Man hinterfragt sie nicht. Niemals. Warum eigentlich nicht? Ohne diese Baustelle wäre ich also niemals auf die Idee gekommen, mal einen anderen Weg zu nehmen.
Schaut mal, was ich bisher verpasst habe und auch weiterhin verpassen würde 🙂 Vogelgezwitscher inklusive!

2014-05-15 12.48.14

In Zukunft werde ich das Waldstück also auf jeden Fall mit in meine Strecke einbauen.

Das war heute ganz viel Text, aber das muss ab und zu auch mal sein – außerdem war es ja gewünscht 😉

Wünsche euch noch einen schönen Donnerstag!

 
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Verfasst von - 15. Mai 2014 in Allgemein, Gedanken

 

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In Nullkommanix im „Grünen-Spargel-Himmel“!

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es zwar keine großen, weltbewegenden Neuigkeiten – dafür aber viele kleine schöne Dinge, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Was mich echt gefreut hat: Eine Freundin möchte jetzt auch mit Dukan starten.. sie schleppt 20 überflüssige Kilos mit sich herum und ist auch Physiotherapeutin. Und gerade in unserem Beruf wird besonders drauf geschaut, dass wir gut aussehen.. Das klingt jetzt blöd und oberflächlich, aber es ist leider die Realität. Zumindest habe ich den Eindruck. Und klar, wem würde man die Aufforderung, sich mehr zu bewegen, eher abkaufen – einem Normal- oder einem Übergewichtigen? Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten, aber ich muss ehrlich zugeben, dass auch ich so denke. Jedenfalls hat sie sich jetzt komplett durch meinen Blog geackert und sich das Buch gekauft. Ich drücke ihr die Daumen – das neue Lebensgefühl ist soooo toll, einfach unbezahlbar!

Am Sonntag hatte ich zwei lecker duftende gefüllte Paprika im Backofen. Für meinen Freund gab es dazu Reis, für mich Shiratakinudeln. War wirklich gespannt, wie sie werden würden. Gefüllt habe ich sie mit selbstgemachter Sojabolognese. Und ich sage euch: Wirklich SEHR gut! War definitiv eine willkommene Abwechslung. Ich liebe ja Shirataki mit Sojabolognese mittlerweile heiß und innig (und vermisse meine Hartweizengrieß-Buitoni auch kaum noch), aber ab und zu mal was anderes ist ja nie verkehrt 🙂 Abends wurde dann geschlemmt: Wir waren Sushi essen. Ich war ganz brav – sechs Avocadomakis und zwei Avocadonigiris plus Seetangsalat, Misosuppe und ein Mini-Mochi (=Reiskuchen) gab es für mich. Habe ganz langsam und bewusst gegessen und danach war ich überraschenderweise sogar wirklich satt. Normal sind für mich die dreifache Menge! Aber das war vor Dukan.. bevor ich das Maß für mich entdeckt habe.

Herr Doktor wäre stolz auf mich!

Der Ostermontagnachmittag war hier ab mittags vor allem eins – grau in grau. Also habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie es die nächste Zeit so weiter geht mit Dukan. Zwölf Wochen Phase drei liegen noch vor mir und ich blicke dieser auf den ersten Blick sehr langen Zeit ganz entspannt entgegen. In dreieinhalb Wochen startet dann auch die zweite Hälfte von P3. Was heißt das genau? Es kommt dann jeweils eine Schlemmermahlzeit und eine KH-Mahlzeit pro Woche hinzu. Macht also 2x pro Woche schlemmen und 2x pro Woche kohlenhydrathaltig speisen (= zwei Kartoffeltage pro Woche). Dann bin ich wirklich, wirklich auf der Zielgeraden. Ich freue mich darauf!

A propos Zielgeraden – da fällt mir etwas ein. Wir haben uns am Karfreitag mit ner Freundin getroffen. Es gab für sie und meinen Freund ein Eis und Kaffee und Coke Zero für mich. Natürlich ist das hart.. ganz klar. Meine Freundin hat eigentlich viel Verständnis für meine Diät und so, aber hat trotzdem gefragt, ob ich denn wirklich kein Eis will, es wäre doch eine Ausnahme und Ostern usw.

Da ist mir spontan der „Osterthread“ in meinem Abnehmforum eingefallen und ich habe mich erinnert, warum das Ganze bei mir bisher vermutlich so prima funktioniert hat: So gut wie gar keine Ausnahmen. Kein „dieses eine Mal“ und kein „Weil heute xy ist..“. Keine kleinen und großen Sǘnden. Keine Ausreden. Einfach nur knallhart Dukan mit allen Konsequenzen bis hin zur sozialen Ächtung.. Okay, ganz so krass war es nicht. Aber man stößt schon sehr viele Leute vor den Kopf, wenn man eine doch recht „radikale“ Diät wie Dukan beginnt, das muss einem klar sein. Andere etwas liberalere Diäten wie Weight Watchers oder Schlank im Schlaf sind unter Umständen deutlich sozialkompatibler. Aber diese Diätformen würden mich persönlich bestimmt eher zum Sündigen verleiten. Bei Dukan ist ganz klar definitiert, dass man im Grunde auf alle herkömmlichen Leckereien verzichten muss. Punkt.
Natürlich habe ich in Phase zwei auch mal einen Protein-Tag geschoben zugunsten eines PG-Tags, aber richtig wissentlich mit „nicht-dukantauglichen“ Produkten gesündigt habe ich nicht, worüber ich wirklich froh bin. Letzte Woche habe ich in P3 sogar komplett meinen P-Donnerstag verpennt – auch doof, aber passiert und war nicht mit Absicht.
In diesem Sinne: Ich kann nur von mir berichten, dass Durchhalten sich wirklich lohnt und zumindest in meinem Fall mit Sicherheit den Abnehmerfolg beschleunigt hat.

Und um zum heutigen Thema „Nullkommanix“ zu kommen: Die Nachfolgerin meiner „geerbten“ Uraltwaage ist seit gestern da – und ich bin aus zwei Grünen suuuuuuper happy!
Zum Einen ist das Teil absolut toll, weil es direkt anspringt, wenn man drauf steigt – kein nerviges „Antippen, ist sie an?“ mehr. Uuuuuund: Sie zeigt 600g weniger an! 🙂 Ich sehe jetzt also die 60 in Zukunft öfters – habe ich mir zumindest vorgenommen.
Heute Morgen zeigte die Waage also 60,8kg. Bin gespannt, was die Woche noch so bringt..

Ansonsten habe ich diesen Kuchen als Nachtisch für die Schlemmermahlzeit (=Sushi am Samstag) gebacken: Healthy Deep Dish Cookie Pie Extreeeeeem lecker, wenn man auf alles steht was „Fudge, Dough und co“. heißt – soll heißen: Kompakt, cremig.. mein Freund mag diese Sorte Kuchen absolut nicht, der bevorzugt eher einen lockeren Marmorkuchen. Bei der Arbeit hat der Kuchen auch polarisiert: Die einen fanden ihn genau so lecker wie ich, die anderen waren nicht so begeistert.
Ich hingegen werde diesen Kuchen definitiv wieder backen.

Desweiteren experimentiere ich immer noch mit grünen Smoothies – nach wie vor mein täglicher Begleiter in Phase drei. Soooo gut und so lecker!

Heute wäre eigentlich Kartoffeltag, aber den habe ich – unfassbar, aber wahr – VERGESSEN! Könnt ihr euch das vorstellen? Ich, als absoluter Kartoffeljunkie, lasse eine Chance aus, die geliebten Knollen zu verzehren?
Bisher sieht es ganz so aus – vielleicht fahre ich aber nachher noch Einkaufen mit meinem Freund und hole mir doch noch ein paar leckere „Drillinge“.

Mein Salat-Hit ist derzeit Grüner-Spargel-Radieschen-Salat – da könnte ich mich absolut reinlegen. Leider ist ja die Spargelzeit immer so kurz, deshalb nutze ich sie jedes Jahr intensiv und esse fast täglich grünen Spargel – weißen mag ich nämlich absolut nicht.

Hier das kleine aber feine Rezept dazu:

Grüner-Spargel-Radieschen-Salat (für einen hungrigen Spargelfan)

– 500g Grüner Spargel

– 1/2 Bund Radieschen

– 1/2 Zwiebel

Den grünen Spargel waschen, von seinen holzigen Enden befreien und in ca. 3cm lange Stücke schneiden. Kurz (ca. fünf Minuten lang) in kochendem Salzwasser, dem 1 EL Zitronensaft hinzugefügt wurde, bissfest garen. Abgießen.

Die Radieschen vom Grün befreien, die „Zipfel“ abschneiden und waschen. Anschließend in dünne Scheiben schneiden.

Die Zwiebel fein würfeln und aus 1EL Öl, 1EL Essig, Salz, Pfeffer, Kräutern und ggf. etwas Senf eine Marinade herstellen. Alles gut miteinander vermengen und wenn möglich ca. eine Stunde durchziehen lassen.

Guten Appetit!

2014-04-28 17.31.51-1

 

In diesem Sinne: Einen schönen Rest-Mittwoch und auf viele Nuller in den kommenden Tagen!

 
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Verfasst von - 23. April 2014 in Allgemein, Rezepte

 

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