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Vegan in Zürich!

10 Jun

Kann man in Zürich als Veganer überleben? Und wenn ja, wie dukantauglich ist das Ganze? Wir waren über das lange Pfingstwochenende dort und ich berichte euch heute von meinen (vor allem kulinarischen) Erfahrungen. Gleich vorweg: Die Stadt ist einfach wunderbar und wir hatten wirklich unvergessliche Tage dort!

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Ich hatte mich im Vorfeld mit dukantauglichen Lebensmitteln eingedeckt und so ist der Urlaub weitestgehend sündenfrei über die Bühne gegangen. Im Gepäck mitreisen durften Sojajoghurt, ein Schoko-Chiapudding und Zutaten für Chiapudding, 2x Edamame (gekocht) und „NuNaturals Stevia“.

Am Freitag sind wir früh losgefahren und es gab dann Edamame und Chiapudding zum Mittagessen, als Nachmittagssnack hatte ich dann ein Schälchen Erdbeeren. Abends waren wir im Zunfthaus zur Haue. Auswahltechnisch nicht so toll für mich als Veganerin, aber ich hatte einen Spinatsalat mit Essig und Öl, der war sehr lecker.

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Nachtisch gab es für mich keinen, da nichts vegan war – war aber nicht schlimm. Abends habe ich dann noch eine Avocado und einen Sojajoghurt im Hotel gegessen und schon ging der erste Tag zu Ende. Obwohl es ein geplanter KH-Tag war, habe ich eigentlich gar nicht wirklich gesündigt und somit war’s quasi ein PG-Tag – auch gut!

Am Samstagmorgen haben wir in unserem tollen Hotel gefrühstückt. Der Barkeeper hatte glücklicherweise Mitleid mit mir (war selbst Veganer :D) und hat mir ein Schälchen Hummus gemacht (Kichererbsenpüree – sehr lecker!). Normalerweise schreibe ich ein Hotel immer im Vorfeld an und beschreibe kurz, was man als Veganer isst und was nicht, aber das hatte ich zum ersten Mal völlig vergessen. Trotzdem Glück gehabt!
Hatte dann außerdem noch in Ermangelung meines geliebten Glutenbrotes (hihi) dunkles Baguette mit zuckerfreier (!) Marmelade und einen Salat aus Gurken und Tomaten.
Es gab sogar Sojamilch, aber ich habe mich in einen total leckeren Früchtetee (Maybe Baby!) verliebt und deshalb auf Kaffee verzichtet. Alles in allem also einigermaßen vertretbar, wenn auch nicht 100%ig dukantauglich wegen des Brotes.
Habe dann wieder Chiapudding vorbereitet, da ich alle Zutaten schon fertig gemixt dabei hatte – eine gute Idee, wie sich herausgestellt hat. Wir sind dann losgezogen in die Stadt und ich war die Einzige, die mittags Hunger hatte.. also habe ich meine Edamame ausgepackt und meinen Chiapudding, mir noch ein Schälchen Himbeeren gekauft und hatte somit ein perfektes Mittagessen 🙂
Waren dann auf dem Uetliberg, dem „Hausberg“ Zürichs, und hatten von dort aus einen tollen Blick:

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Abends waren wir dann beim Italiener und da habe ich als Vorspeise Bruscetta und als Hauptgericht Pizza mit Pilzen ohne Käse gegessen – eine perfekte SM-Mahlzeit.

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Auch dieses Mal habe ich keinen Nachtisch gegessen, da nichts Veganes für mich dabei war. Abends wieder im Hotel einen Joghurt und so ging dann auch der Samstag zu Ende.

Am Sonntag haben wir lang geschlafen und wieder im Hotel gefrühstückt. Statt Hummus gab es für mich an diesem Tag „Baba Ganoush“ – eine Artischockenpaste mit Sesammus. Ebenfalls seeeehr lecker! Ansonsten hatte ich wieder das gleiche wie am Vortag.
Wir sind dann in die Berge gefahren und haben das herrliche Wetter bei einer Passfahrt genossen – traumhaft, wirklich! Es hatte in der Stadt ca. 34°C und in den Bergen dann angenehme 23°C.

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Habe mir eine Avocado und Chiapudding eingepackt sowie ein Schälchen Erdbeeren. Als wir wieder daheim waren, hatten wir noch einen Snack im Hotel – für mich gab es Falafel (Kichererbenbällchen) mit Hummus.

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Das als „vegan“ angekündigte Restaurant Hiltl, in dem wir zu Abend gegessen haben, erwies sich zwar bei genauerer Betrachtung als vegetarisches Restaurant – war aber nicht schlimm, denn die Gerichte auf der Karte waren praktischerweise mit „vegetarisch“ und „vegan“ gekennzeichnet – so entfiel lästiges nachfragen. Wunderbar!
Ich hatte rotes Thai-Curry, was wirklich sehr lecker war.

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Dieses Mal gab es sogar einen Nachtisch für mich – Schoko-„Sahne“-Mousse. Mmmmmmh! Es war eine winzige Portion, aber mehr hätte ich auch definitiv nicht geschafft.

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Im Hotel gab es dann nochmal den obligatorischen Joghurt und so endete dann auch unser letzter Abend.

Gestern morgen haben wir dann nochmal im Hotel gefrühstückt und ich bekam dieses Mal einen Ebly-Salat (Weizen mit Tomaten und Gurken).

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Gut gestärkt haben wir also dann den Rückweg angetreten. Wir wollten eigentlich noch irgendwo einen Zwischenstopp einlegen, aber als unser Autothermometer 37°C angezeigt hat, konnte ich meinen Freund definitiv nicht mehr motivieren, irgendwo zu halten. Also sind wir in meine Heimatstadt gedüst, haben uns einen Döner geholt (für mich einen vegetarischen Yufka ohne Sauce und ohne Käse) und haben noch in einem Café bei kühlen Getränken die Seele baumeln lassen. Dann gab es noch ein Eis – für mich die zwei obligatorischen Kugeln Erdbeer und Zitrone – und anschließend haben wir noch Erdbeeren, grünen Spargel und Radieschen bei meinem Lieblingsspargelhof geholt.
Abends habe ich dann Spargel-Radieschen-Salat gemacht und wir haben die Erdbeeren gegessen. Der gestrige Tag war also ein klassicher KH-Tag (wegen des Döners).

Heute ist demzufolge PG. Für heute Mittag ist deshalb Shirataki Bolognese und als Nachtisch Chiapudding geplant, heute Abend gibt es nochmal Spargelsalat. Außerdem muss ich heute mal wieder Glutenbrot backen, habe heute morgen die letzten paar Scheiben mit Erdnussmus vertilgt.

Zum Abschluss noch das Fazit meiner Waage:

60,2kg.

Finde ich völlig okay in Anbetracht der Tatsache, dass es mir nicht immer möglich war, komplett dukantauglich zu essen (vor allem was das Frühstück angeht). Ich hätte ehrlich gesagt mit Schlimmerem gerechnet und bin einfach nach wie vor immer noch super happy, dass ich mit der Dukandiät begonnen habe. Vor allem wenn ich sehe, wie ich auf den Urlaubsbildern aussehe.. kein Vergleich zu den gruseligen Afrikabildern.

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Habt einen schönen Wochenstart! 🙂

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Verfasst von - 10. Juni 2014 in Allgemein

 

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