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87 Tage „Dukanvegan“ – Rückblick und Ausblick

12 Apr

Warum genau 87 Tage? Keine Ahnung warum – mir war heute einfach spontan nach einem Rückblick und genau heute vor 87 Tagen habe ich eben mit der Dukandiät begonnen. Ich möchte mit euch heute gemeinsam zurückschauen auf zwölf aufregende, spannende, teilweise auch harte und entbehrungsreiche Wochen voller Hochs und auch mancher Tiefs. Wer von Anfang an meinen Werdegang verfolgt hat, wird heute nicht viel Neues erfahren – trotzdem will ich euch gerne daran teilhaben lassen; vielleicht ist der heutige Beitrag auch interessant für diejenigen unter euch, die nicht die Muße oder die Zeit haben, meinen ganzen Blog „durchzuarbeiten“. 😉

Am 14. Januar 2014 fiel jedenfalls die Entscheidung, einen Tag später wurde der Plan dann in die Tat umgesetzt: Dukan und Vegan – das Experiment startete. Als tägliche Bewegung habe ich mich dafür entschieden, in der Mittagspause ca. 20 Minuten spazieren zu gehen. Als „moralischen Beistand“ habe ich mich im Victu-Forum, einem Abnehmforum, angemeldet. Sowohl mein Freund, als auch meine Freunde und Kollegen waren einigermaßen schockiert über meine Idee, 15kg Gewichtsabnahme ausgerechnet mit der Dukandiät zu erreichen. Wer – auf welchem Wege auch immer – schon einmal was über die Dukandiät gehört oder gelesen hat, wird bestimmt bestätigen können, dass diese Diät hauptsächlich mit tierischen Komponenten arbeitet; vor allem in der Angriffsphase eins.

Diese war zugegebenermaßen als vegan lebender Mensch für mich extrem hart. Aber ich sage es euch ehrlich: Diese fünf Tage (maximal zehn, es können auch weniger als fünf Tage sein – je nachdem, wie viel Gewicht man verlieren will) steht man durch. Habe mich in dieser Phase hauptsächlich von Sojaprodukten ernährt. Außerdem standen Weizeneiweißprodukte (sog. Seitanprodukte) auf dem Speiseplan und kohlenhydratfreie Nudeln (Shirataki) haben mich gerettet. Mir ging es schon nach wenigen Tagen merklich besser – weniger Müdigkeit, weniger Antriebslosigkeit. Natürlich bleiben in dieser Phasr der Dukandiät die Abwechslung und auch der Genuss ein wenig auf der Strecke, aber ehe man sichs versieht, ist man in der Aufbauphase zwei angekommen, in die ich mit einem Minus von 2,5kg gestartet bin – also mit 72,5kg. Sie dauert so lange an, bis man sein Zielgewicht erreicht hat.

In dieser Phase kommen jetzt jeden zweiten Tag verschiedene Gemüsesorten hinzu, die ein deutliches Plus an Abwechslung mit sich bringen. Anfangs war ich ehrlich gesagt nicht besonders kreativ, aber mit der Zeit habe ich immer mehr Experimentierfreude entwickelt, gelernt, dass ich nicht komplett auf Süßes verzichten muss und die Dukandiät sogar wirklich lieb gewonnen. Die Erfolge stellten sich alsbald ein und die U70-Marke wurde geknackt – immer mehr Menschen in meinem Umfeld bemerkten jetzt auch die Veränderungen und haben mich vorsichtig darauf angesprochen. Auch in schweren Phasen bin ich dran geblieben, worauf ich schon ein bisschen stolz bin. Mein Blog hat mir durch diese Tiefs hindurch geholfen – die Möglichkeit, mir meinen Weg noch einmal komplett durchzulesen und ihn somit noch einmal zu durchleben, hat mich durchhalten lassen. Außerdem habe die lieben Mit-Abnehmer des Victu-Forums mit immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden – an dieser Stelle vielen Dank dafür.

Am 22. März bin ich dann mit 63kg überraschend in Phase drei, die Stabilisierungsphase, gewechselt – 3kg vor meinem Wunschgewicht von 60kg. Die Entscheidung kam einfach „von innen heraus“ und ich bin immer noch sehr glücklich darüber. An diesem Punkt war ich mit meinem erreichten Ergebnis absolut zufrieden und mir auch im Klaren darüber, dass in Phase drei keine weiteren Abnehmerfolge mehr zu erwarten sind. Im Nachhinein war es definitiv die richtige Entscheidung; denn die tägliche Obst- und Gemüseration ist absolut toll! Ein Eiweißtag in der Woche (bei mir ist es der Donnerstag) sichert das Ergebnis. Ansonsten sind zwei Extramahlzeiten pro Woche erlaubt – eine Kohlenhydratemahlzeit (ich esse meistens Kartoffeln als KH-Mahlzeit, es sind auch Nudeln etc. möglich) und eine Schlemmermahlzeit, bei der dann wirklich alles gegessen werden darf, worauf man Lust hat. Wichtig dabei ist: Maßvoll essen! Das Schöne bei Dukan finde ich persönlich vor allem, dass man durch die extrem lange Dauer ganz viel Zeit hat, sich nach und nach darauf einzustellen, dass man seine alten Essgewohnheiten überdenken soll. Anders als bei anderen Diäten, die aprupt enden (hohe „Rückfallgefahr“), wird man ganz langsam an die „einfachen“ Kohlenhydrate herangeführt. Mir geht es wirklich so: Wenn ich jetzt Kartoffeln esse, sind das meistens um die 400g. Das mag einigen von euch sehr viel erscheinen – für mich ist es im Vergleich zu meinen früheren Essgewohnheiten wirklich wenig. Diese Portion esse ich jedenfalls ganz langsam und genieße es richtig.

Und was soll ich sagen? Heute bin ich seit genau drei Wochen in Phase drei, habe nochmals 2kg verloren und bin einfach rundum zufrieden! Normalerweise ist in der Phase drei wie gesagt kein zusätzlicher Gewichtsverlust angedacht (sie heißt ja auch Stabilisierungsphase), aber ich bin natürlich nicht traurig darüber. Vielleicht schaffe ich sogar in dieser Phase mein ursprüngliches Zielgewicht von 60kg – wer weiß?!

Das war jetzt nur ein kleiner Rückblick, doch für alle „Neuen“ vielleicht eine kleine Zusammenfassung der bisherigen Eckpfeiler.

Und nun? Wie geht es weiter mit Dukan + vegan?

Bis zum 08. Juli 2014 bin ich noch in Phase drei und dann starte ich in Phase vier. In dieser Phase heißt es dann: Lebenslange Erhaltung des erreichten Gewichts. Laut Dukan kann man in dieser Phase an sechs Tagen die Woche wieder alles esssen, was man möchte – allerdings in Maßen, nicht in Massen. Weiterhin sollte ein Proteintag eingehalten werden. Ich werde allerdings definitiv nicht wieder sechs Tage die Woche essen, was ich möchte – das weiß ich schon jetzt. Warum?, fragt ihr euch vielleicht. Lebenslange Selbstgeißelung?! Ganz einfach: Weil ich mittlerweile erkannt habe, dass mir eine eiweißreiche, pflanzliche Ernährung wesentlich besser bekommt als meine frühere kohlenhydratlastige Ernährungsweise. Ich fühle mich fit wie nie, habe eine richtig tolle Haut bekommen, brauche kaum mehr Hormone und ja – einfach alles wunderbar. Zehn-Uhr-morgens-Löcher? Geschichte. 13-Uhr-Tiefs? Gibt es nicht mehr. Meine Spaziergänge in der Mittagspause sind zu einem festen Bestandteil meines Tages geworden und ich möchte sie wirklich nicht mehr missen.

Wie es der Zufall so will, fällt der 08. Juli genau auf den Tag unseres Abflugs nach New York City! 🙂 Wir waren im vergangenen Jahr schon dort und haben uns geschworen: Wir kommen wieder! Dort werde ich dann also in Phase vier theoreteisch wieder alles essen können, was das Veganerherz höher schlagen lässt – wirklich wahr, New York ist für vegan lebende Menschen kulinarisch das ab-so-lute Eldorado. Es gibt zahlreiche rein vegane Cafés und Restaurants, Cupcake-Bäckereien, in sämtlichen Supermärkten kann man den Kennzeichnungen immer gleich entnehmen, ob etwas tierleidfrei ist.. und es gibt „Whole Foods“. In diesem herrlichen Supermarkt könnte ich STUNDEN verbringen – ganz im Ernst.

In diesem Sinne freue ich mich auf unseren Urlaub (mein Handyticker sagt „noch 87 Tage“), hoffe, dass ich bis dorthin ohne kleinere und größere Zwischenfälle die Phase drei gut überstehe und wünsche euch allen einen schönes, sonniges Wochenende!

Dieses Bild habe ich in unserem Klinikpark gemacht – ist es nicht schön?!

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Verfasst von - 12. April 2014 in Allgemein, Gedanken

 

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